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Agenten und Skills

Agenten und Skills sind die beiden Werkzeuge, mit denen aus dem allgemeinen KI-Kollegen ein Kollege für Ihre Firma wird. Diese Seite erklärt den Unterschied, die Arbeitsteilung zwischen beiden und die Freigaberegeln, die dabei zwingend einzuhalten sind.

Beide Funktionen stammen von LibreChat. Von uns kommen die Freigabelogik im Admin-Panel und die Betriebsregeln.

Agent Skill
Was es ist eine Rolle mit fester Ausstattung ein hinterlegter Standard-Prozess
Enthält Persona und Anweisungen, ein festgelegtes Modell, eine Auswahl an Werkzeugen Schritt-für-Schritt-Wissen: welche Felder, welche Reihenfolge, welche Regeln
Im Kontext dauerhaft, solange Sie mit ihm sprechen nur Name und Kurzbeschreibung. Der Inhalt wird erst bei Bedarf geladen
Beispiel „Outlook-Assistent“, der Mails zusammenfasst und Antworten entwirft „So erstellen wir eine Offerte“, mit Pflichtfeldern und Reihenfolge

Der zweite Punkt ist der wichtige: Ein Skill kostet fast nichts, solange er nicht gebraucht wird. Das Modell sieht nur die Beschreibung und entscheidet daran, ob es den vollen Text nachladen soll. Deshalb kann ein Skill viel ausführlicher sein als ein Systemprompt.

Prozesswissen gehört in Skills, nicht in den Agenten. Der Agent bleibt eine dünne Hülle: Persona, Modell, Werkzeuge.

Der Grund ist praktisch. Skills sind reine Dateien, portabel und versionierbar. Ein Agent dagegen lebt in der Datenbank einer Instanz und lässt sich weder aus der Konfiguration anlegen noch bequem exportieren. Wer sein Wissen in Agenten steckt, baut es bei jeder neuen Instanz von Hand nach. Wer es in Skills steckt, kopiert eine Datei.

Einen eigenen Agenten braucht es erst, wenn eine Modellkarte nicht ausreicht, etwa weil ein bestimmter Konnektor fest vorgesehen ist oder eine Rolle ein eigenes Werkzeug-Set bekommen soll.

Agenten stehen im Modell-Picker in einem eigenen Untermenü. Sie wählen den Agenten wie eine Modellkarte, danach läuft die Unterhaltung mit dessen Anweisungen und dessen Werkzeugen.

Ein Agent darf mehrere Schritte hintereinander gehen, also nachschlagen, lesen, rechnen und erst dann antworten. Die Zahl der Schritte pro Durchlauf ist begrenzt.

Agenten nutzen ist im Auslieferungszustand für alle offen. Agenten bauen ist ein eigenes Recht und im Rollen-Editor unter Erstellen & Teilen hinterlegt:

Recht Bedeutung
Agents nutzen vorhandene Agenten auswählen und mit ihnen arbeiten
Agents erstellen eigene Agenten im Builder bauen
Agents teilen einen Agenten an Personen oder Gruppen freigeben

Üblich ist: normale Mitarbeitende nutzen, eine kleine Gruppe baut. Das hält die Zahl der Agenten überschaubar und verhindert, dass zwanzig halbfertige Varianten desselben Assistenten entstehen.

Selbst gebaute Agenten laufen ab Werk ausschliesslich auf den EU-Karten. Das ist eine bewusste Grenze: ein selbst gebauter Agent soll nicht versehentlich Daten über einen Nicht-EU-Anbieter schicken.

Ein Skill ist ein Ordner mit einer Datei SKILL.md. Oben stehen Name und Beschreibung, darunter die Anweisungen.

Die Beschreibung ist das wichtigste Feld. Sie entscheidet, ob der Skill überhaupt greift. Sie sollte die Formulierungen enthalten, mit denen Mitarbeitende die Aufgabe wirklich ansprechen („erstelle eine Offerte“, „erfasse den Auftrag im ERP“). Eine vage Beschreibung führt dazu, dass der Skill nie feuert.

Es gibt drei Wege, wie ein Skill zum Einsatz kommt:

  1. Das Modell wählt ihn selbst aus dem Katalog aus, anhand der Beschreibung.
  2. Sie rufen ihn im Chat manuell auf, über das $-Menü.
  3. Er ist als immer aktiv markiert. Das ist sparsam einzusetzen, weil sein Inhalt dann in jeder Unterhaltung liegt.

Der Systemprompt verpflichtet den Kollegen, einem hinterlegten Standard-Prozess strikt zu folgen und Abweichungen ausdrücklich zu benennen und bestätigen zu lassen. Der Skill liefert also das Wissen, der Prompt die Disziplin.

Es gibt zwei Wege, einen Skill bereitzustellen, und sie verhalten sich unterschiedlich.

Weg Wie Für wen sichtbar
Upload in der Oberfläche Admin lädt den Skill hoch und teilt ihn gezielt nur die freigegebenen Personen und Gruppen
Instanzweite Bereitstellung Admin legt den Skill als Datei auf dem Server ab die ganze Instanz, schreibgeschützt

Auf den Modellkarten ist der Skill-Katalog aktiv. Was darin steht, ist aber nicht „alles“, sondern genau das, was der jeweiligen Person freigegeben ist. Dazu kommt das Rollen-Recht Skills nutzen, das im Panel den Zusatz „Freigabe pro Person/Rolle, nie pauschal ausrollen“ trägt.

Ein Gerüst, kein fertiger Agent.

  • Skill-Inhalte werden nicht mitgeliefert. Sie enthalten vertrauliche Angaben und interne Prozesse und werden deshalb von Hand auf den Server gebracht.
  • Für Standard-Agenten gibt es Beispiel-Definitionen, mit denen sich ein Grundbestand einmalig pro Instanz anlegen lässt. Sie sind ausdrücklich als Gerüst gekennzeichnet und gegen die laufende Instanz zu prüfen.

Der Grund dafür ist eine Eigenheit von LibreChat: Agenten lassen sich nicht in der Konfiguration definieren und es gibt keinen Export im Builder. Die Konfiguration kann einen Agenten nur über seine Kennung referenzieren.

Soll der Agent zusätzlich ausserhalb des Chats erreichbar sein, etwa im Outlook-Add-in, braucht er eine eigene Freigabe für den Fernzugriff. Welche Agenten das betrifft, sehen Sie im Panel unter Verwaltung → Remote-Agenten.

  1. Ordner mit SKILL.md in der dafür vorgesehenen Ablage auf dem Server hinterlegen.

  2. Anwendung neu starten, denn instanzweit bereitgestellte Skills werden beim Start gelesen.

  3. Testen, und zwar in beide Richtungen. Positiv: löst der Skill bei den Formulierungen aus, die in seiner Beschreibung stehen? Negativ: hält er sich bei fremden Aufgaben heraus?

Ab etwa fünf Skills lohnt es sich, den Katalog zu deckeln. Sonst wächst die Liste der Beschreibungen, die in jeder Unterhaltung mitgeführt wird, und kostet in jedem Chat Tokens.

Dasselbe Prinzip gilt bei Konnektoren: wenige, klar beschriebene Werkzeuge schlagen viele.