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Was ist EU Cowork AI?

EU Cowork AI ist eine KI-Chatplattform für Unternehmen, die auf einem eigenen Server läuft. Diese Seite sagt in wenigen Minuten, was das System ist, woraus es besteht, was es kann und was es bewusst nicht kann. Sie richtet sich an IT-Verantwortliche, die vor der Entscheidung stehen, ob sie die Plattform einsetzen.

Es gibt drei Ausgangslagen. Sie unterscheiden sich darin, wer den Server betreibt, nicht darin, was die Plattform kann.

Ausgangslage Wer betreibt den Server Was Sie tun
Sie nutzen die Plattform selbst Ihre eigene IT Server aufsetzen, Instanz installieren, Mitarbeitende einladen
Sie sind KMU-Kunde und lassen betreiben Ihr IT-Dienstleister Sie bekommen eine fertige Instanz und arbeiten im Chat und in der Administration
Sie sind IT-Dienstleister Sie, für mehrere Kunden pro Kunde eine eigene Instanz, wahlweise auf eigener oder geteilter Maschine

Der dritte Fall ist der Grund für viele Design-Entscheidungen: Ein Kunde ist immer eine eigene, vollständig getrennte Instanz mit eigener Datenbank, eigenen Dateien und eigenem Inferenz-Schlüssel. Mehr dazu unter Architektur.

Die Chat-Oberfläche ist LibreChat, eine quelloffene Plattform unter MIT-Lizenz. Von dort stammen Chat, Agenten, Dateiverarbeitung und Modellanbindung, also die Anwendung, die Ihre Mitarbeitenden sehen. Der Fork bleibt bewusst nah am Original, damit Aktualisierungen weiterhin möglich bleiben.

Ergänzt haben wir alles, was ein Unternehmen für den geregelten Betrieb braucht: Administration von Benutzern, Rollen und Rechten, eine Rechteprüfung mit Protokoll vor jedem Zugriff auf ein Fremdsystem, eine Verbrauchsübersicht mit Budgets, einen Chat-Bereich in Outlook und ein Installationspaket für den eigenen Server.

Nach der Installation stehen unter anderem bereit: Chat mit Streaming und Verlauf, ein Modell-Picker mit kuratierten Karten, Dateien als Kontext hochladen, Bilder verstehen auf den passenden Karten, Artifacts wie Diagramme und HTML direkt im Chat, Agenten nutzen, das Gerüst für Skills als Standard-Prozesse, deren Inhalte Sie selbst anlegen, ein Langzeitgedächtnis mit Opt-out und die Volltextsuche über frühere Konversationen.

Drei Funktionen sind im Auslieferungszustand bewusst ausgeschaltet, weil sie zusätzliche Bausteine brauchen und sonst zu einem toten Knopf führen würden:

Funktion Warum aus Was nötig ist
Dateisuche über hochgeladene Dokumente braucht zusätzliche Dienste bei der Einrichtung zuschalten
Code-Ausführung, etwa eine Excel-Datei erzeugen braucht ein Code-Backend bei der Einrichtung zuschalten
Parameter-Panel für Temperatur und Ähnliches für Nicht-Entwickler unnötig pro Rolle wieder aktivierbar
  • Keine Mandantenfähigkeit in der Anwendung. Ein Kunde ist eine eigene Instanz. Das ist eine bewusste Entscheidung, weil die Trennung dadurch unterhalb der Anwendung liegt.
  • Nutzer legen keine eigenen Konnektoren an. Welche Fremdsysteme erreichbar sind, entscheidet ausschliesslich die Administration.
  • Die mitgelieferten Beispiel-Konnektoren arbeiten ausschliesslich lesend. Sie bringen keine Werkzeuge mit, die im Fremdsystem etwas verändern. Ein Werkzeug, das nicht existiert, kann nicht versehentlich aufgerufen werden.
  • Das Outlook-Add-in sendet nie automatisch. Ein Entwurf landet im normalen Antwortfenster, das Absenden bleibt beim Menschen.

Das Gesamtprodukt steht unter der MIT-Lizenz. Praktisch heisst das:

  • Kein Per-Seat-Gating. Die Nutzerzahl ist technisch nirgends begrenzt und wird nirgends lizenzrechtlich gedeckelt.
  • Kein Feature-Gating. Es gibt keine Enterprise-Ausgabe mit zusätzlichen Funktionen. Was im Repository liegt, ist der volle Funktionsumfang.
  • Kein Branding-Zwang. Name, Logo und Begrüssungstext sind Konfiguration.
  • Selbst hosten ist kostenlos. Bezahlt werden Betrieb, Support und Integration, wenn Sie das von jemandem beziehen wollen.

Das offizielle Admin-Panel von LibreChat steht unter der AGPL und wird deshalb bewusst nicht verwendet. Stattdessen gibt es eine eigene, permissiv lizenzierte Administration. So bleibt das Gesamtprodukt frei von Copyleft-Pflichten.

Konversationen, Nachrichten, Benutzer und Verbrauchsdaten liegen in der Datenbank Ihrer eigenen Instanz. Hochgeladene Dateien liegen daneben auf demselben Server. Es gibt keinen Rückkanal zu uns, Telemetrie ist ausgeschaltet.

Für die Modellantworten selbst verlassen die Inhalte den Server, denn die Rechenlast liegt beim Inferenz-Anbieter. Standard ist EuRouter, dort wird in der EU verarbeitet. OpenRouter ist optional zuschaltbar und nicht EU-resident. Modellkarten ausserhalb der EU sind in der Oberfläche sichtbar gekennzeichnet.

Es gibt eine gehostete Instanz in der Schweiz. Wo Ihre eigene Instanz liegt, entscheiden Sie mit der Wahl des Servers.

Damit Sie den Funktionsumfang sauber gegen Ihre Anforderungen halten können, hier die Bereiche, die nicht im Lieferumfang stehen oder bei der Einrichtung eine Entscheidung verlangen.

Bereich Stand
Web-Suche Die Suchmaschine läuft in der Instanz. Den Scraper wählen Sie nach Ihren Anforderungen an die Datenresidenz und hinterlegen ihn bei der Einrichtung
Ausgehende Verbindungen der Code-Ausführung werden bei der Einrichtung festgelegt. Im Auslieferungszustand ist die Code-Ausführung aus
Benutzer-Bereitstellung über SCIM nicht enthalten. Konten entstehen beim ersten Login über OIDC, das Entziehen läuft über den Identity Provider
Automatische Abrechnung Belege als CSV und PDF sind enthalten, eine Zahlungsanbindung nicht
OCR, Bildgenerierung, Sprachein- und -ausgabe nicht enthalten. Gescannte PDF-Dateien werden nicht als Text gelesen